Morgen ist auch noch ein Tag

Filmplakat © siehe Verleih
(C’è ancora domani)
Italien, 2023

Genre: Komödie / Drama
Bundesstart: 04. 04. 2024
Länge: 119 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Verleih / Copyright: © 2024 TOBIS Film GmbH & Co. KG / Fotos: © TOBIS Film GmbH

STAB

Darsteller: Paola Cortellesi (Delia), Valerio Mastandrea (Ivano), Romana Maggiora Vergano (Marcella), Emanuela Fanelli (Marisa), Giorgio Colangeli (Ottorino), Vinicio Marchioni (Nino), Francesco Centorame (Giulio), Raffaele Vannoli (Alvaro), Paola Tiziana Cruciani (Franca), Yonv Joseph (William), Alessia Barela (Orietta), Federico Tocci (Mario), Priscilla Micol Marino (Giovanna), Maria Chiara Orti (Rosa), Silvia Salvatori (Elvira), Mattia Baldo (Sergio), Gianmarco Filippini (Franchino), u.v.a.

Regie: Paola Cortellesi
INHALT

Rom, 1946 nach der Befreiung vom Faschismus. Delia (Paola Cortellesi) ist die Frau von Ivano (Valerio Mastandrea) und Mutter dreier Kinder. Zwei Rollen, in die sie sich voller Hingabe fügt. Obendrein bessert sie die Haushaltskasse mit vielen kleinen Hilfsarbeiten auf, um die Familie über Wasser zu halten.

Ivano hingegen fühlt sich berechtigt, alle daran zu erinnern, wer der Ernährer ist. Nicht nur mit Worten. Körperliche und psychische Gewalt gehören für Delia zum Alltag.

Bis ein mysteriöser Brief eintrifft, der ihr den Mut gibt, alles über den Haufen zu werfen und sich ein besseres Leben zu wünschen, nicht nur für sich selbst ...
Szenenbild © siehe Verleih
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INFO

"Morgen ist auch noch ein Tag" ist das fulminante Regiedebüt der italienischen Schauspielerin und Moderatorin Paola Cortellesi, die zudem am Drehbuch mitschrieb und die Hauptrolle spielt. Angesiedelt im Rom der Nachkriegszeit und inspiriert vom Leben und den Erzählungen von Cortellesis eigenen Großmüttern, feiert die mitreißende und warmherzige Tragikomödie den alltäglichen Kampf der Frauen um Gleichberechtigung. Gedreht in brillantem Schwarz-Weiß ist "Morgen ist auch noch ein Tag" zugleich eine Hommage an die Meisterwerke des italienischen Neorealismus. Cortellesis Regiedebüt proklamiert keinen Feminismus mit erhobenem Zeigefinger, sondern erzählt von den vielen kleinen Schritten auf dem langen Weg zur Emanzipation. Im Genre wechselt sie dabei immer wieder zwischen Drama und Komödie. Es ist ein lakonischer, schulterzuckender Humor, mit dem die Frauen in dieser repressiven Zeit unter dem Radar tyrannischer Männer zusammenhalten, eine leichte, geradezu beiläufige weibliche Solidarität angesichts der Übermacht des Patriachats mit seinen überkommenen Rollenvorstellungen. Vorstellungen, die sich bis heute halten. Allein im Jahr 2023 wurden in Italien mehr als 100 Femizide registriert. Auch bei uns in Deutschland stirbt im Durchschnitt jeden dritten Tag eine Frau nur deshalb, weil sie eine Frau ist. Und dabei"Morgen ist auch noch ein Tag" in Italien eine große Debatte aus, und Paola Cortellesi wurde unversehens zur informellen Sprecherin einer neuerlich mobilisierten Bewegung im Kampf gegen männliche Gewalt. Denn diese Geschichte aus den Vierzigerjahren führt direkt zu den Verhältnissen der Gegenwart. Die mutige und unkonventionelle Tragikomödie eröffnete im Oktober das Filmfestival in Rom, wurde dort unter anderem mit dem Jury- und dem Publikumspreis ausgezeichnet und bricht seither alle Rekorde: Sieben Wochen lang stand "Morgen ist auch noch ein Tag" vauf Platz 1 der italienischen Kinocharts und lockte mehr als 5 Millionen Besucher:innen in die dortigen Kinos. Er überholte selbst Barbie und Oppenheimer und wurde so zum erfolgreichsten Film des Jahres 2023.

Morgen ist auch noch ein Tag - Trailer