Der lange Sommer der Theorie

Filmplakat © siehe Verleih
(Der lange Sommer der Theorie)
Deutschland, 2017

Genre: Drama
Bundesstart: 23. 11. 2017
Länge: 84 Min.
FSK: ab 0 Jahren
Verleih / Copyright: © 2017 Filmgalerie 451 / © 2017 Grandfilm

STAB

Darsteller: Julia Zange (Nola), Katja Weilandt (Katja), Martina Schöne-Radunski (Martina), Toby Ashraf (Nanny mit Champagner / Partygast), Timo Jacobs, Paula Knüpling, Mario Mentrup, Lukas Steltner, u.v.a.

Regie: Irene von Alberti
INHALT

Berlin, Sommer 2016. Im letzten Haus im Niemandsland hinter dem neuen Hauptbahnhof wohnen Nola (Julia Zange), Katja (Katja Weilandt) und Martina (Martina Schöne-Radunski) in einer Künstlerinnen-WG. Ihre Zeit ist gezählt, denn bald entsteht hier Europacity.

Die drei jungen Frauen leben auch sonst prekär. Katja ist Schauspielerin und hadert mit ihren Rollen, nebenbei vermietet sie Wohnungen an Touristen. Martina ist Fotografin, die keine Lust auf die Schmeicheleien eines Kurators hat und sich lieber mit ihrer Band auf der Bühne die Seele aus dem Leib schreit.

Nola macht einen Film, bei dem sie SoziologInnen, HistorikerInnen, Kulturschaffende und TheoretikerInnen interviewt.

Kann es auch heute noch einen Sommer der Theorie geben in einer Stadt wie Berlin, die bald keinen Platz mehr hat für öffentlichen Raum?
Szenenbild © siehe Verleih
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INFO

Nola ist das Zentrum des Films, ihre Interviews erleben wir als Publikum mit. Im mit Sätzen bedrucktem Hosenanzug läuft sie durch den Film zu ihren GesprächspartnerInnen, vorbei an den letzten Baustellen Berlins, durch eine Stadt, die schon verkauft scheint. Es geht um Feminismus, den öffentlichen Raum, Gentrifizierung, Theorie und Praxis im neuen Film von Irene von Alberti ("Tangerine", "Stadt als Beute"). Als essayistisches Diskurstheater inszeniert, bricht "Der lange Sommer der Theorie" immer wieder aufs Neue ganz bewusst in viele unterschiedliche Richtungen aus und stellt damit mehr Fragen, als dass er Antworten geben will. Der Titel des Films entstammt dem Buch "Der lange Sommer der Theorie" von Philipp Felsch. Er beschreibt darin die geistige Grundlage der letzten großen gesellschaftlichen Revolte in den 1960er und 70er Jahren und dass Theorie damals wirklich konstruktiv geholfen hat neue gesellschaftliche Utopien zu kreieren.

Der lange Sommer der Theorie - Trailer